Residenzschloss Urach
Am Fuße der Schwäbischen Alb liegt das ehemalige württembergische Residenzschloss Bad Urach; erbaut 1443, als Graf Ludwig von Württemberg-Urach die Hofhaltung von der Burg Hohenurach in die Stadt hinunter verlegte. In dem teilweise noch erhaltenen Graben erhebt sich der reizvolle Hauptbau des Schlosses, gekennzeichnet von einem vorragenden Fachwerkstockwerk über hohem steinernen Sockel. Die Einwölbung der sogenannten Dürnitz, einer vierschiffigen spätgotischen Gewölbehalle im Erdgeschoss, steht 1470 am Beginn zahlreicher Aus- und Umbauten bis ins 18. Jahrhundert hinein. Einmalig ist der sogenannte "Goldene Saal" als einzig erhaltener herzoglich-württembergischer Renaissancesaal, der anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten Herzog Eberhards im Bart 1474 eingerichtet und im 17. Jahrhundert prunkvoll ausgestaltet wurde.
Im Schloss erhält man einen Ausstellungsführer in Form eines großen Telefonhörers, den man sich um den Hals hängen kann. Per Tastendruck kann man sich durch die verschiedenen Stationen der Ausstellung über drei Stockwerke (mittels Aufzug) führen lassen. Im Erdgeschoß befindet sich eine geräumige Behindertentoilette mit Haltegriffen.
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